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Die 8 ultimativen, erlebten Wahrheiten über die Auszeit vom Job – Teil 1

Auszeit vom Job – wer hat nicht mindestens einmal in seinem Arbeitsleben daran gedacht? Manche träumen sich täglich weg vom Job. Raus aus der Routine, den Druck loswerden und dem Stress entkommen. Hier wirst du eine Menge erlebter Wahrheiten finden. Denn ich selbst lebe Auszeiten. Sie haben mich bereits nach Australien, Panama, Namibia und an viele Strände Europas geführt. Aktuell schreibe ich diese Zeilen aus Andalusien für dich. Was hat es mit Auszeit auf sich und was gilt es zu beachten, davon erzählen dir die beiden Teile. Warum zwei Teile?

Der erste Teil ist hard stuff. Weil eine Wahrheit ist, Auszeit vom Job macht Arbeit. Wenn du damit beginnen willst, lies einfach weiter.

Der zweite Teil ist die Belohnung. Wenn du dir die Arbeit versüßen willst, um zu sehen, ob es sich für dich auch lohnt, hier geht es gleich zum zweiten Teil der 8 ultimativen, erlebten Wahrheiten über die Auszeit vom Job.

Ok, du willst den Weg, erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

1. Wahrheit: Auszeit vom Job macht Arbeit

Die erste Wahrheit ist die härteste. Sorry, geht nicht anders. Wenn du aus einem geregelten Job-Beziehungs-Familien-Geflecht für eine bestimmte Zeit auszeiten willst, benötigst du ein wenig Planung und Organisation. Das betrifft die Zeit vor, während und nach der Auszeit vom Job.

Warum eine Auszeit vom Job

Doch ehe du dich in die Vorbereitungen stürzt, noch eine wichtige Frage vorweg.

Warum willst du die Auszeit machen?

Im Six-sigma Qualitätsmanagement gibt es eine sehr einfache, aber höchst wirkungsvolle Technik, die ich dir empfehlen kann. Frage dich:

  1. Warum? Schreibe deine Antwort nieder.
  2. Warum? Schreibe deine Antwort nieder.
  3. Warum? Schreibe deine Antwort nieder.
  4. Warum? Schreibe deine Antwort nieder.
  5. Warum? Schreibe deine Antwort nieder.
  6. Warum? Schreibe deine Antwort nieder.

Und welche Überraschung – du bist deinem wahren Grund begegnet. Das gibt dir Kraft für die Vorbereitungen. Menschen, die wissen, warum sie etwas tun, sind oftmals erfolgreicher.

Vor der Auszeit

Für Angestellte heißt das oftmals, mit der Firma in Verhandlung zu treten. Manchmal gibt es bereits in der Betriebsvereinbarung Regelungen. Manche haben bereits ein Sabbatical-Vertrag als Muster, dass du mit deinem Chef und der Personalabteilung ausfüllen kannst.
Aber was, wenn nicht? Hier ist dein Verhandlungsgeschick gefragt.

Wenn du weiterhin angestellt bleibst und dir mit Überstunden oder mit Gehaltsverzicht ein Zeitkonto anlegst, ist meist die Versicherungsfrage geklärt.
Anders bei unbezahltem Urlaub oder gar Kündigung. Prüfe für dich, ob du ausreichend versichert bist.
In Deutschland ist dabei beispielsweise an folgendes zu denken: Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung.

Wenn du ein Zeitkonto erarbeiten möchtest, plane genug Zeit vorher ein.
Um 3 Monate Auszeit vom Job zu haben, bei dem du 75% Gehalt pro Monat bekommst, brauchst du beispielsweise eine Zeitansparphase von 9 Monaten. Und dann heißt es für ein Jahr, du verzichtest in der Zeit auf 25% Gehalt.

Was kommt finanziell auf dich zu? Das ist bei vielen gedanklich der Knackpunkt. Klar, wenn nur ein Gehalt in der Familie da ist, und sich das um 25% reduziert, dann sollte das organisiert sein. Welche laufenden Kosten hast du? Wie kannst du diese verringern? Welche zusätzlichen Einnahmequellen ergeben sich durch Wohnungs-/Haus-Untervermietung? Oder ergibt sich während der Auszeit oder durch die Auszeit eine neue Einnahmequelle? Oft sind es hier sehr individuelle Antworten. Von Sparen, Housesitting bis zu auf einem Kreuzfahrer anheuern, kansnt du alles hören und lesen.

Als Selbstständiger bist du eventuell eher gewohnt, Zeiten zwischen Aufträgen zu haben. Doch halt, die Zeit bis zum nächsten Auftrag, ist nicht mit einer Auszeit im Job zu verwechseln. Hier liegt die Kunst, ein gutes Timing zu haben oder eventuell relativ kurzfristig zu sagen, jetzt ist der Zeitpunkt. Aber nicht einfach losstürmen. Das ist Fluchtzeit, keine Auszeit.
Auch hier empfehle ich, bereits einen Blick auf die Zeit während der Auszeit, und danach zu werfen. Schließlich willst du nicht irgendwo bei 85% Luftfeuchte und ständiger Moskitoplage stranden, weil dir die Kohle ausgegangen ist, oder?

Wer nicht knapp an Geld ist, ist vielleicht knapp an Zeit. Weil er oder sie das „Geschäft“ sind. Vielleicht hast du eine eigene Praxis oder Kanzlei, bist als Arzt oder Steuerberater tätig, stellt dich eine Auszeit vor die Frage, wie organisiere ich es, dass mir mein Kundenstamm nicht zusammenschrumpft. Und wie zahle ich meine Angestellten in der Zeit. In manchen Berufen sind Vertretungsregelungen zwar schwierig, aber nicht unlösbar. Der Kollege, der für dich die Vertretung übernimmt, will vielleicht nächstes Jahr selbst eine Auszeit nehmen. Das wäre doch die Gelegenheit. Vielleicht gibt es in deiner Branche eine Zeit, die von jeher eher schwach ausgelastet ist. Dann nutze diese. Übrigens, das ist auch immer eine gute Verprobung, was passiert, wenn du mal länger ausfallen würdest. Also ein weiterer Nutzen, deiner Auszeit – der genau diesen Ausfall vermeiden kann.

Jetzt gilt es noch einen Blick in die Zukunft zu werfen:

Was willst du während der Auszeit tun und lassen

Mancher träumt von

  • mehr Zeit für die Familie
  • ein langersehntes Projekt, wie ein Buch schreiben
  • eine Reise in einem Segelboot
  • etwas Selbstloses tun, wie für sauberes Trinkwasser in der dritten Welt sorgen
  • sich selbst neu erfinden und eine Ausbildung / Weiterbildung absolvieren
  • sich an einen angenehmen Ort zurückzuziehen, um Bilanz zu ziehen und neues zu entwickeln

Egal was du tun willst, es wird ein Minimum an Organisation im Vorfeld benötigen. Schließlich willst du deine kostbare Auszeit nicht mit stundenlangen Recherchen nach Flügen, einer guten Reiseroute oder mit Weiterbildungsangeboten vergeuden, oder?

Und hier noch ein Tipp von mir: überlege dir auch, was du lassen willst. Ja, richtig gelesen. Was ich damit meine? Wenn du eine Auszeit vom Job nimmst, dann könnte deine Lassen-Liste vielleicht so aussehen:

  • Ich lese und beantworte keine beruflichen E-mails.
  • Für wichtige Kunden habe ich einen Autoresponder. Hier benenne ich Ansprechpartner für meine Abwesenheit und kündige an, wann ich wieder erreichbar bin. „Bin dann mal weg.“ ist vielleicht etwas zu wenig. Dir fällt schon was ein.
  • Ich beschäftige mich nicht mit beruflichen Themen. Auch lasse ich Gedanken an den Job friedlich weiterziehen.

Wenn du als Elternteil eventuell alleine die Auszeit nimmst, kannst du beispielsweise noch ergänzen:

  • Ich denke nicht dauernd, was alles daheim schiefgehen könnte, sondern vertraue auf die Krisenkompetenz meines Partners und meiner Kinder.
  • Ich nerve nicht meine Daheimgebliebenen, in dem ich dauernd nach dem Rechten frage.

Du siehst, auch die Lassen-Liste gehört zur Vorbereitung und wird dir gute Dienste leisten. Vielleicht als kleiner Erinnerung ausgedruckt und einlaminiert oder als Hintergrundbild für dein Smartphone?

Nach der Auszeit

Wenn irgendwie möglich, plane eine Wiederankomm-Phase ein.

Das ist wie beim Fasten, da gibt es ein Fastenbrechen und dann eine Wiederaufbauphase. Je nach Länge der Auszeit, brauchst du auch zum Auszeit-Brechen, mehr oder weniger lang.

  • Vielleicht zuerst ein paar Tage in der gewohnten Umgebung und noch ohne Job.
  • Vielleicht willst du erst ein paar Tage Homeoffice vorne weg haben, ehe du dich wieder ins Büro wagst. Erst wieder etwas auf dem Laufenden sein.

Das gilt es im Vorfeld zu planen und zu regeln. Sonst könntest du dir ganz schnell an dem Übergang von Auszeit zu Wiedereinstieg in den Job, den Magen verderben. Nach dem Fasten isst du auch nicht gleich wieder Pommes und Schnitzel, sondern gewöhnst deinen Körper wieder langsam an feste Nahrung.

Na, noch nicht genug von Auszeit vom Job? Wenn du noch mehr Fragen hast oder Ideen brauchst, ich bin gerne als Lösungsfinder für dich tätig.

Wenn du den diesen Punkt erledigt hast, fängt bereits die Belohnungsphase an.

Teil 2 – Die 8 ultimativen, erlebten Wahrheiten über die Auszeit vom Job

 

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